Bau, Freigehege Lacerta schreiberi

Arbeits-Tag 1

Zunächsteinmal muss ein geeignetes Stück Land im Garten gefunden werden. Sonnig ja aber auch nicht zu viel, da die Iberische Smaragdeidechse ihren Lebensraum entsprechend eher feucht als trocken gehalten wird.

Diese Fläche von ca. 6qm soll es sein:

 

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Anschließend entferne ich die alten Pflanzen und das Wurzelwerk….

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„Man glaubt gar nicht was auf so einem Stückchen so alles wächst…“

Als nächstes hebe ich auf der gesammten Fläche ca. 20 cm Erde aus, setze Rasenkantsteine als Fundamentring ein und grabe im hinteren Drittel eine Grube, ca. 60 cm tief und 40*40 cm breit. Diese Grube soll als eine Art „Schlechtwetterbox“ dienen, in der sich die Tiere bei kalten bzw. schlechten Wetterperioden verkriechen können. Weitere Details zu dieser Box folgen zu einem späteren Zeitpunkt.

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An den Innenseiten der Randsteine habe ich eine Lage Klinkersteine gesetzt, diese sollen später mit Splitt und Rindenmulch oder Sand aufgefüllt werden um den Randwuchs zu minimieren.

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Arbeits-Tag 2

Leider musste ich ein paar Tage pausieren, wegen des schlechten Wetters hier…aber nun gehts weiter:

Ganz wichtig…das komplette Gehege muss unbedingt von unten gegen Mäuse etc. gesichert werden, dazu verlege ich zwei Lagen engmaschigen verzinkten Kaninchendraht. in die Erde.

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Anschl. bedecke ich das ganze wieder mit der zuvor ausgehobenen Erde.

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Die Box ist inzwischen mit Styropor isoliert und im Boden mit 15 cm Schotter gefült, wie bereits erwähnt komme ich dazu später noch….

Die anderen Klinkersteine dienen momentan nur als Platzhalter und werden später entfernt und durch div. Materialien ersetzt.

In der vorderen Ecke habe ich eine Gartensteckdose inkl. Erdspieß installiert (die Zuleitung ist unter den Randstein geführt).

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Arbeits-Tag 3

Nun geht es um die „Schlechtwetterbox“….

Ich möchte den Tieren eine Möglichkeit geben, sich bei länger anhaltendem Schlechtwetter wie Regen – Kälte etc. in ein sicheres Versteck zu verkriechen.

Die Box selber ist ca. 50 cm tief und 45*45 cm breit, sie ist mit ca. 5 cm dickem Styropor verkleidet und nach unten hin offen. Allerdings meine ich mit offen : durch Draht gesichert wie das übrige Gehege.

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Die Innenseiten habe ich mit Acryl versiegelt und das ganze steht ca. 10 cm höher gegenüber dem restl. Gehege. Dadurch erhalte ich später eine kleine Erhöhung und so kann das Regenwasser zu den Seiten hin abfließen.

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Die Box wird gefüllt mit einer mind. 10 cm dicken Schicht aus feinem Kies/Schotter um evtl. Staunässe aufzufangen.

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Anschließend wird die Box mit Rindenmulch und allerlei Zeug wie Fichtenzweige – Laub etc. gefüllt…

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Der Schotter außen soll eine Art Drainageschicht bilden, da ich möchte das das Wasser schnell von der Box wegfließt.

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Als Deckel habe ich erstmal eine MDF Platte genommen (war halt noch über), diese steht an den Rändern jeweils 5 cm über und hat auf einer Seite zwei kleine Abstandhalter (ca.3 cm) darunter, damit die Platte eine leichte Neigung zur Wetterseite hat.

In der hinteren Ecke habe ich eine kleine „Sandbucht“ eingelassen, mit einer Außensteckdose für eine evtl. Wärmelampe. In dieser Ecke werde ich dann später eine Eiablagebox deponieren und das ganze mit einer kleinen (50*50 cm) Plastikscheibe überdachen.

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….die nächsten 3 Tage hatte es ordentlich geregnet und ich konnte die Theorie mit der Praxis vergleichen….und es hat funktioniert ! Kein Wasser in der Box und das Regenwasser wurde quasi nach Außen hin abgeleitet.

 

Arbeits-Tag 4 und 5

Diese beiden Tage standen unter dem Motto „Vorsicht Glas“ .

Zuerst habe ich die beiden linken Scheiben eingesetzt . Die Scheiben bestehen aus 6mm VSG – Sicherheitsglas, sind 60 cm hoch und 2 m bzw. 3 m lang. Ich habe die Scheiben übrigens sehr günstig im Internet passgenau bestellt und nach ca. 3 Wochen bekommen.

Die Scheiben habe ich vorsichtig auf kleine 5 mm hohe Abstandhölzer (gibts im Baumarkt) gestellt; fixiert und nach der Wasserwaage ausgerichtet. Anschließend wurden die Lücken mit Aquariensilicon gefüllt und die Ecken Innen und Außen mit Aluminium Profilen verklebt. Wichtig , in den Ecken der Alu Profile müssen ein paar milimeter Platz gelassen werden ( also nicht die Scheiben direkt aneinander kleben) da sich das Glas bei Wärme ausdehnt.

                                            

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Nach 2 Tagen Trockenzeit können die Abstandhölzer entfernt und ebenfalls durch Silikon ausgefüllt werden.

Nun können die nächsten zwei Scheiben auf die Gleiche Weise gesetzt werden……

 

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Arbeits-Tag 6

Nun ist es fast soweit, die Glasscheiben halten bestens und das Gehege kann jetzt eingerichtet werden.

Die Ziegel werden entfernt und der Rand zuerst mit feinem Schotter und anschl. mit Pinienrindenmulch aufgefüllt. Davon erhoffe ich mir den Rand einigermaßen „Unkrautfrei“ zu halten um den Tieren keine Chance zum überbrücken der Scheiben zu geben.

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In der Sandecke habe ich eine Art Futterschale eingesetzt um dort Futtertiere wie Mehlwürmer und Zohobas etc. zu füttern. Grillen und Heimchen etc. werde ich direkt ins Gehege geben.

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Eine Wasserschale darf nicht fehlen ! Hierzu habe ich eine kleine Teichschale verwendet, die ich ständig mit Wasser gefüllt halte. Ansonsten ist das Gehege durch diverse Gesteinsformationen sowie Totholz und Rindenstücke strukturiert. Die Schlechtwetterbox ist mit verschiedenen Schiefergestein kaschiert und div. Pflanzen eingesetzt bzw. ausgesäht. Momentan sieht es noch ein wenig kahl aus aber das wird sich dann in den nächsten Wochen ändern, die Pflanzen werden wachsen und schlussendlich eine gute Deckung bieten.

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Letzter Arbeits-Tag

 

Die Tiere werden eingesetzt und das Gehege mit einem stabilen und dunkelfarbigen Vogelnetz geschützt.

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Fazit :

Das anlegen des Geheges liest sich leichter als gedacht. Es muss alles vernünftig durchdacht werden und es muss viel Zeit und Schweiss eingeplant werden. Letztlich aber macht es unheimlich viel Spaß und man hat einen echten Blickfang im Garten. Nun ist es daran die Theorie mit der Praxis zu vergleichen und entsprechende Mängel abzustellen um den Tieren eine artgerechte Haltung zu ermöglichen.

Die Tiere haben sich bereits einigermaßen eingelebt und die ersten Regengüsse auch erfolgreich überstanden.

Ich hoffe dieser Beitrag ist für den einen oder anderen Liebhaber hilfreich.

 

Hier nocheinmal der Vergleich vorher / nachher und ein paar schöne Bilder…..

 

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